Gegen Hansa überzeugt, gegen Schüttorf enttäuscht

Gegen Hansa überzeugt, gegen Schüttorf enttäuscht

Zwar hat unsere 1. Mannschaft das erste von sieben Endspielen überzeugend mit 5:3 gegen Hansa Friesoythe gewonnen. Doch nur eine Woche später gab es im Derby gegen Schüttorf eine ganz bittere Niederlage mit schwerwiegenden Folgen.

Da die Konkurrenz leider auch noch gepunktet hat, haben wir nunmehr 3 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und den nächsten dicken Brocken am Mittwoch in Emden vor der Brust.

Warum exakt die gleiche Mannschaft den Schwung aus dem Sieg gegen Friesoythe mit schönem Offensivfußball nicht mitnehmen konnte, ist unverständlich. Nicht gut war natürlich, das Jannes Staelberg bereits beim Warmmachen Probleme hatte und zur Halbzeit raus musste. Als Entschuldigung für diesen emotionslosen Auftritt reicht das jedoch nicht.

Das so wichtige Derby fing eigentlich ganz gut an mit einer Großchance für Tobias Daalmann und einer weiteren für Jannis ten Hagen, Vorwärts hätte in Führung gehen können, ja müssen.

Nicht gut war die mangelnde Gegenwehr nach dem unverhofftem Rückstand nach 20 Minuten. Von da an kontrollierte Schüttorf das Spiel. Steffen Hilbrink konnte ungehindert einschießen und die vermeintlich guten Vorsätze wurden direkt nach der Pause durch kapitale Fehler über den Haufen geworfen, 0:3 per Elfmeter durch Befort.

Da gibt es nichts schönzureden, so reicht es einfach nicht. Kein Pressing, keine Aggressivität, kein Aufbäumen. Dabei war Schüttorf mit Sicherheit nicht besser als Friesoythe, mit der Leistung aus der Vorwoche hätte man den FC zumindest auf Distanz halten können. Nur mit solch schwankenden Leistungen von Woche zu Woche kommen wir nicht vom Fleck und der Druck wird natürlich größer.

Vor allem muss sich jeder mit Herzblut gegen den drohenden Abstieg wehren, sonst wird das nichts. Die krachende Niederlage gegen Schüttorf war ein Lehrbeispiel wie man es nicht schaffen kann.

Jürgen Menger