Verrücktes 3:4 gegen Dinklage   

Verrücktes 3:4 gegen Dinklage  

Auf-und Abstiegsfrage so gut wie geklärt. Für die Zuschauer war die Partie am Mittwoche ein Spiel mit hohem Unterhaltungswert. Die Stimmung auf unserer Seite war nach Spielschluss jedoch nicht so gut.

Da führst du 3:0 nach 55. Minuten und verlierst doch tatsächlich in der letzten Minute noch mit 3:4, und das auch noch in Überzahl. Bereits im Vorfeld hatten wir auf die Mannschaft der Stunde hingewiesen, die jetzt einen Schnitt von zwei Punkten in 16 Spielen hingelegt hat. Nahezu jede Mannschaft hätte bei dem Spielstand und wo es eigentlich um nichts mehr ging, die Segel gestrichen, nicht so der TV Dinklage.

Doch unsere Mannschaft hat sich von der Moral der Dinklager übertölpeln lassen und  diese haben nicht zu Unrecht in der Schlussminute das 3:4 erzielt.

Nach 8.Minuten führte Vorwärts durch Tore von Völkerink und Schrader bereits 2:0. Das Fußballspielen wurde von da an mehr oder weniger eingestellt. Als Tobi Daalmann nach der Pause gar zum schönen 3:0 erhöhte, hat wohl jeder gedacht, das Ding ist gelaufen.

Weit gefehlt, Dinklage rannte weiter an und spielte gut, vor allem gaben sie keinen Ball verloren. Nach dem 3:1 durch Espelage nahmen die Dinge ihren Lauf. Der Gegner brannte und wir schauten mehr oder weniger zu. Nochmal Espelage und zweimal Bockhorst drehten das Spiel komplett. Besonders ärgerlich, Espelage bekam in der 91.Minute die rote Karte. Dinklage führt aus der eigenen Hälfte schnell aus und versenkt das Ding glatt zum 3:4, Abpfiff.

Nun gut, einen Vorwurf will ich unseren Jungs trotzdem nicht machen. Sie haben nach der Winterpause hervorragende Spiele abgeliefert. Heute fehlten einige Spieler oder gingen angeschlagen ins Spiel. Jeder Einzelne weiß, so ein Ding musst du eigentlich nach hause bringen. Es fehlte sicher dann die letzte Konzentration und wir konnten von der Bank auch nicht nachlegen.

Oft genug habe ich betont wie schwer es in dieser Liga ist, Spiele für sich zu entscheiden. Wir wissen schon lange, das wir uns vom Kader her noch breiter aufstellen müssen. Wir arbeiten dran und schauen positiv nach vorne.

Am Sonntag geht es nach Emden zum letzten Auswärtsspiel. Für Emden als sicherer Tabellenzweiter ist der Titel nicht mehr zu erreichen. Der VfL Oythe wird aufsteigen, das steht so gut wie fest.

Am nächsten Samstag empfangen wir dann GM’Hütte zum letzten Heimspiel. Georgsmarienhütte steht wie Heidmühle und Rhauderfehn als Absteiger fest. Also drei der vier Aufsteiger steigen wieder ab. Das sagt meines Erachtens Alles über die Stärke der Liga. Holthausen-Biene hat kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt. Das ist schade für uns, da es ein Derby weniger bedeutet.

Jürgen Menger

Grausame Platzverhältnisse in Lohne

Grausame Platzverhältnisse in Lohne

Trotzdem, verdiente 0:2 Niederlage

Da hatten sich die Lohner ein gutes taktisches Mittel ausgedacht. Anstatt auf dem gut bespielbaren Kunstrasen wurde auf Rasen gespielt, der glich jedoch einer Holperwiese. Lohne wollte wohl bewußt damit unsere spielerischen Möglichkiten unterbinden, das hat sogar der Trainer Thomas Schmunkamp nach dem Spiel zugegeben. Lohne ging von Beginn an sehr forsch zu Werke und hatte große Chancen. die erste Kopfballverlängerung in der 2. Minute konnte Pley abwehren und mit Mühe und Not  wurde der Ball weggedroschen. Viele Aktionen hatten schon Slapstick Charakter. Die Bälle versprangen ohne Ende und dabei hatten unsere Jungs mehr Mühe wie die Lohner die trotz allem sich mehre Möglichkeiten erarbeiteten. Johnnes Bröring verzog links am Tor vorbei. Fabian Pley schmiß sich in der 30. Minute fast selbst den Ball ins Tor und Malte Beermann schoß den Ball in der 40. MInute weit über das Tor. Schuld hatte jedoch nicht er sondern der versprang einfach wegen „Hügelbildung“. So ging Vorwärts äüßerst schmeichelhaft mit einem 0:0 in die Pause. Unsere Elf ließ Vieles vermissen, Lohne war deutlich besser mit einem spielbestimmenden Justin Beer.

Die zweite Halbzeit sah dann deutlich besser aus. Und ausgerechnet als das Spiel sich ausgeglichen entwickelte, fiel aus einer harmlos abgefälschten Situation das 1:0 durch Kristen Bramscher. Ihm fiel der Ball in der 52. Miute vor die Füße und er versenkte unhaltbar an Pley vorbei. Er wird froh gewesen sein, das ihm der Ball nicht versprang.
Bis auf eine Chance durch Hegerfeld wurde Vorwärts besser und drängte auf den Ausgleich. Lohne schien durchaus Angst zu haben, noch zwei Punkte zu verlieren. In der 85. Minute ergab sich diese eine Riesenmöglichkeit nach einem Lattenheber von Fraatz. Joshua Sausmikat per Kopf brachte den Ball am Keeper vorbei auf das Gehäuse und Christrian Meyer klärte spektakulär per Fallrückzieher von der Linie. Dabei blieb es dann aber auch. Der Elfmeter in der Schlußsekunde verwandelt durch Beer war nicht mehr von Bedeutung.
Lohne hat die Patry insgesamt verdient gewonnen. Sie wollten von Beginn an mehr und sie wußten, das sie das Spiel unbedingt gewinnn müssen. Diesen Willen hat unsere Elf in der ersten Halbzeit vermissen lassen und am Ende war es zu spät.
Wir dürfen uns jetzt nicht täuschen lassen vom Tabellenbild. Wir brauchen dringend wieder einen Dreier.
Jürgen Menger